Blog

NØYLAND meets OMR 2024

Das Festival für das digitale Universum. OMR. Was wäre es, wenn es ohne uns stattgefunden hätte? Wir rechnen es aus. NØYLAND war mit zwei Personen vertreten, Katrin und Daniele. 70.000 Besucherinnen und Besucher waren dort. Bedeutet: 0,003 Prozent. In nackten Zahlen gesprochen Peanuts. Ein Sack Reis. Das Festival hätte trotzdem funktioniert. Was wir aber verpasst hätten, passt in keinen Blogbeitrag. Hätte, hätte, Fahrradkette. Wir verlassen jetzt den Konjunktiv und versuchen trotzdem einen kleinen Rückblick auf unseren Hamburg-Tripp.


Es geht los
Mit starken Anzeichen des OMR-Fiebers (ziemlich zittrigen Beinen, Herzklopfen und Magengrummeln) startet unser Trip am Wangener Hauptbahnhof mit wunderschönem Blick auf die Plakate und Aushänge der Landesgartenschau. Immer wieder nice, die eigenen Werke nicht nur in Pixeln, sondern im echten Leben zu sehen. Und was man im echten Leben noch macht? Man trifft Menschen. Die Schleich-Social-Media-Girls zum Beispiel, die an derselben Krankheit wie wir leiden. Im ICE geschieht auch gleich etwas, was sich durch das gesamte Festival zieht. Man fühlt sich zugehörig. Man trifft Menschen, mit denen man einiges gemeinsam hat. Es matcht einfach. Und es liegt nicht nur daran, dass wir alle im Abteil Probleme haben eine stabile Internetverbindung aufrechtzuerhalten. In Hamburg angekommen, geht es direkt zur Akkreditierung. Das Fieber steigt und man trifft direkt schon Menschen, die man kennt. Sei es aus dem Fernsehen oder aus dem Allgäu. Und dann ist es so weit. Um 9:00 Uhr des nächsten Tages öffnen sich die Pforten. Einstieg in die Gefühlsachterbahn.
 
 
Denn so ein OMR-Tag (insgesamt sind es zwei) besteht im Grunde darin, die unfassbar interessanten Keynotes, Panels und Co. gedanklich zu verarbeiten, in dem man sich durch die Massen zum nächsten Highlight schlängelt. Wo man direkt wieder Input bekommt, über den man sich aber gerne noch im Nachhinein austauschen möchte. Geht aber nicht, man muss ja weiterziehen. Klingt vielleicht etwas stressig, ist aber das Gegenteil. Es macht Spaß, sich mittreiben zu lassen. Denn wo sonst bekommt man so interessante Menschen auf einem Haufen zu sehen?
 
 
Das alljährliche „State of the german internet“ von OMR-Gründer Philipp Westermeyer gehört zum absoluten Pflichtprogramm. Robert Habeck, der Positivität postuliert: echt mitreißend. Ein cooler Kai Pflaume, der statt Anzug ganz lässig auf der Bühne steht. Tim Ferriss mit Life und Business Lessons, Rick Rubin, die personifizierte Inspiration, ein megasympathisches Tokio Hotel. Ernste Themen wie Mental Health mit Bausa, Palina Rojinski, Feli Videozeugs und Felix Neureuther, Themen, die Spaß machen mit Felix Kroos, Martin Schmitt und dem Traum-Duo Bastian Schweinsteiger und Esther Sedlaczek. Und natürlich Kim.
 
 

 
 
Was wir von der OMR mitgenommen haben?
Kann man gar nicht in Worte beschreiben. Diese Energie. Diese Lust auf Kreativität. „Born to create“ – mein Lieblingsspruch, der auf eine Canon-Tasche gedruckt ist, fühlt sich an wie ein neues persönliches Credo, das einem ständig im Kopf schwirrt. Ein paar allgemeine Takeaways möchten wir aber trotzdem versuchen zu formulieren:

  • Wir machen mit NØYLAND tatsächlich einiges richtig. Das ist beruhigend. Natürlich braucht es dafür keine Bestätigung von außen, aber man ist ja trotzdem ständig am Weiterentwickeln und sich-neu-erfinden, am Zweifeln etc. Da hilft es schon, dass die kreativsten Köpfe des Landes und darüber hinaus, vor genau denselben Aufgaben stehen.
  • KI is here to stay. Haha, keine Neuigkeit, aber trotzdem gut, es sich immer wieder vor Augen zu führen. Damit ist nicht nur ChatGPT gemeint, was wohl mittlerweile jeder kennt und vielleicht nutzt.
  • KI allein ist nicht der Heilsbringer und die menschliche Intelligenz noch nicht überflüssig. Yeah! Das freut uns.
  • Zalando-CEO David Schneider erklärt, dass sich das Kundenverhalten durch die jüngeren Zielgruppen deutlich geändert hat. Ganz neu: Content is king. (Dachte nicht, dass ich das jemals wieder sagen oder schreiben würde). Trotzdem ein bereicherndes Gespräch, das deutlich macht: Lass nie die Zielgruppe aus den Augen. Never.
  • Das gute alte Bauchgefühl ist nicht messbar. Aber meiner Meinung eine Superpower, die die KI zum Beispiel nicht hat.
  • Daubnern wird das neue Jugendwort des Jahres. Vielleicht.

 
 
Kleines Fazit:
Das megagut organisierte Festival ist das Nonplusultra der Marketingmessen, das jeder schon einmal besucht haben sollte. Diese Gefühlsachterbahn ist erst wieder am Ziel, wenn man das letzte Mal durch die Tore nach draußen geht. Und selbst dann dauert es eine Weile, bis das Adrenalin wieder checkt, das man wieder Boden unter den Füßen hat.

Geschichten aus dem Inneren