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13.10.2026

Mein Praxissemester 
als dualer Student 

Ich bin Jonas und seit Oktober 2024 dualer Student bei Nøyland. Meine Theoriephasen verbringe ich an der DHBW in Ravensburg im Studiengang Mediendesign.

Alle 3 Monate heißt es für mich: Tapetenwechsel. Dann geht es von der Uni zurück ins Office und andersherum. Die Uni-Monate sind immer vollgepackt mit Projekten und vor allem neuen Eindrücken.

Jedes Semester widmet sich einem Oberthema, wodurch eine große Bandbreite an verschiedenen Design-Bereichen abgebildet werden kann. Im letzten Sommersemester haben wir uns verstärkt mit Motion-Design und Film auseinandergesetzt. Am Ende der Praxisphase sollte dieses Mal ein Film-Projekt präsentiert werden.

Kann Kunst das Klima retten?

Mit dieser Leitidee startete mein Team und ich in unser P4-Projekt, das dieses Mal in einer Kooperation mit dem GERICS – Climate Service Institute umgesetzt werden sollte. Das Institut steht vor der Herausforderung, Datensätze und wichtige Botschaften zu besitzen, diese aber nicht leicht verständlich nach außen kommunizieren zu können. Hier sollten wir Design-Studis helfen und mit unserem Film sowohl neue Zielgruppen erschließen als auch bestehende reaktivieren.

Das Schöne im Schrecklichen

Als Ansatz für unseren Film sollte das Phänomen „Toxic Sublime“ dienen. Der Begriff bezeichnet die Faszination, toxische Phänomene wie Naturkatastrophen ästhetisch zu finden und sogar von diesen angezogen zu werden. Mittels Aufnahmen diverser lokaler Phänomene, wie Algen- und Schaumbildung am Bodensee und Farbexperimenten im Studio, spielt unser Film mit dieser Faszination. Fast der gesamte Film spielt sich dabei in einer Kreisschablone ab, welche symbolisch als Mikroskop und Fokuspunkt dient. Jene Schablone wird gegen Ende des Filmes kurz invertiert, um den Kontext zu offenbaren. Unterstützt wird die visuelle Ebene mit einem experimentellen Sound, welcher zeitweise beruhigend und zeitweise anspannend wirkt. Zuletzt wird der innere Konflikt während des Wahrnehmungsprozesses mittels eines gesprochenen Textes behandelt und gibt dem Projekt so einen Rahmen.

Am Ende steht die Frage im Raum: Kann ich das visuell Wahrgenommene als schön empfinden?

Außerdem…

Neben dem Hauptprojekt haben wir immer noch einige weitere Kurse, in denen wir jeweils Abgaben haben. Neben weiteren Motion-Projekten konnten wir dieses Semester auch Erfahrungen im 3D-Programm Blender sammeln. Für einen Intro-Trailer modellierten wir verschiedene Szenen und fügten diese dann zu einem Clip zusammen. Aber auch Print-Kurse waren Teil des Sommersemesters. Für ein Musikplatten-Booklet sollten wir kreativ Lyrics mit Bildmaterial setzen, um die Persönlichkeit einer gewählten Künstler*in widerzuspiegeln. Im Kurs „Visuelle Systeme“ wiederum entwarfen wir ein fiktives Branding anhand eines Rasters, basierend auf den mathematischen Parametern der Fibonacci-Formel. Aus jenem Raster extrahierten wir Formen, fügten diese zusammen, entwarfen Logos und tobten uns dann in Anwendungen für das entworfene System aus.

Auch wenn jedes Semester randvoll mit Aufgaben und Eindrücken gefüllt ist, kann ich jedes Mal unglaublich viel Erfahrung, neues Wissen und vor allem Spaß daraus ziehen und die erlernten Skills in die Praxis transferieren.

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